5 einfache Tipps, wie dein Kind optimal entspannt!

Schule früher und heute

Während es in den siebziger Jahren in den Klassen gut und gern nicht weniger als 40 Schüler waren, sitzen dort mittlerweile nicht einmal mehr dreißig Kinder.

Der Grund dafür ist einfach: Kinder sollen individueller unterrichtet werden und der Lehrer damit die Möglichkeit haben, besser auf die einzelnen Bedürfnisse seiner Schüler einzugehen – eine durchaus positive Entwicklung im Sinne der Kinder.

In den sechziger Jahren war dabei die Bildungslaufbahn für rund siebzig Prozent aller Kinder nach der Hauptschule beendet, sie absolvierten im Anschluss eine Ausbildung. Der Besuch des Gymnasiums war früher lediglich wenigen vorbehalten, ebenso der Besuch einer Universität. Akademiker zu werden war das Privileg der Oberschicht und auch nicht jedermanns Karriereziel.

Doch was damals als undenkbar galt, erscheint heute ganz normal: jedes vierte Kind geht auf das Gymnasium. Neben dem schulischen Stress auf Grund der Lernstoffverdichtung angesichts G8 und Bologna-Reform wächst für die Kinder auch der zeitliche Druck im Tagesablauf.

Mittagsschule und Hobbies müssen unter einen Hut gebracht werden, denn weder der Tennisunterricht noch die Klavierstunden oder die Nachhilfe sollen oder dürfen dem Schulstress zum Opfer fallen.

Während es in den neunziger Jahren kaum üblich war, dass Kinder am Nachmittag Unterricht hatten, ist dies mittlerweile die Norm. Nachmittage waren dazu da, sich mit Freunden zu treffen, auf der Straße zu spielen oder seinen Hobbies nachzugehen. Das ist heute – insbesondere auf den weiterführenden Schulen – kaum mehr möglich. Der Nachmittag ist durchgetaktet, Erholungspausen werden zum Luxusgut.

 

Stress in der Schule

Die Angst der Eltern, ihrem Kind nicht die beste Ausbildung ermöglichen zu können, führt dazu, dass manches Kind das Gymnasium besucht, ohne dafür überhaupt geeignet zu sein. Es hat andere Interessen, ist unter Umständen eher praktisch veranlagt und kann den Anforderungen nicht gerecht werden. Was Eltern keineswegs böse meinen, bedeutet für das Kind aber Stress; es möchte die Erwartungen der Eltern naturgemäß erfüllen.

Abitur ist Pflicht, denn – so die Ansicht der Eltern – nur das Abitur eröffnet dem Kind alle Möglichkeiten. In Zeiten, in denen Ausbildungsbetriebe keine adäquaten Auszubildenden finden und Stellen deshalb unbesetzt bleiben, ist diese Sichtweise schlicht falsch.

Die Bepanthen-Kinderförderung hat im Jahr 2015 eine Studie mit dem Titel „Stress bei Kindern“ veröffentlicht und kam dabei zu teilweise alarmierenden Ergebnissen: fast jedes sechste Kind ist von Stress betroffen. Versagensängste und die Angst, die Eltern zu enttäuschen, führen zu einem immensen Druck, dem das Kind nicht gewachsen ist.

Schon in der Grundschule ist Nachhilfe an der Tagesordnung, um beim straffen Pensum mitzuhalten. Termindruck und mediale Reizüberflutung tun ihr Übriges. In der Folge können sich später daraus sogar Depressionen und Aggressionen entwickeln (schau dir das Video an: 4 Tipps, wie du Schulstress auflösen kannst).

Es gibt aber Symptome, anhand derer Eltern erkennen können, ob das Kind an Schulstress leidet. Dazu zählen vor allem Kopf- und Bauchschmerzen, bei denen keine klinischen Ursachen festgestellt werden können.

Aber auch Schlafstörungen oder Appetitverlust sind Anzeichen für Schulstress. Manche Kinder ziehen sich zurück, kommunizieren nicht mehr und neigen dazu, Probleme und Sorgen in sich hineinzufressen.

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Entspannungsübungen

Nicht jede Entspannungsübung eignet sich für jedes Kind. Die passende Übung solltest Du daher in Abhängigkeit der Vorlieben Deines Kindes auswählen. Es können dabei auch verschiedene Übungen miteinander kombiniert werden, wichtig ist lediglich eine gewisse Kontinuität, um auch wirklich einen positiven Effekt zu erreichen.

Dabei sind die meisten dieser Übungen wenig zeitintensiv und lassen sich problemlos in den Alltag integrieren. Sie helfen, das Selbstvertrauen der Kinder nach schulischen Niederlagen aufzubauen, fördern die Konzentration und stärken das Band zwischen Eltern und Kind.

 

Tipp 1: Fantasiereise

Diese Entspannungsübung eignet sich insbesondere für Kinder, die Geschichten lieben und kann bereits im Kindergartenalter angewendet werden. Voraussetzung ist eine gemütliche, kuschelige Umgebung, bei der entspannende Musik leise im Hintergrund gespielt oder eine Duftkerze aufgestellt werden kann. Es gibt online einige Fantasiereisen zum Download, aber auch Bücher.

Die Geschichten sind in der Regel so konzipiert, dass Deiner Tochter oder Deinem Sohn viel Raum für die eigene Fantasie bleibt. Am besten liest Du die Geschichte vor, wenn keinerlei Termine anstehen, so dass Ihr beide Euch voll auf die gedankliche Reise einlassen könnt.

Mit Hilfe dieser Übung kann Dein Kind Sorgen und Ängste abstreifen, vielleicht sogar innere Konflikte lösen und zur Ruhe kommen. Dabei ist es wichtig, dass die Geschichte, die Du auswählst, eine positive Botschaft und einen guten Ausgang hat.

Tipp 2: Progressive Muskelentspannung

Die Progressive Muskelentspannung geht auf die Annahme des amerikanischen Arztes Edmund Jacobsen zurück, dass Stress und Verspannung miteinander korrelieren. Durch das bewusste Anspannen und Entspannen werden die Muskeln gelockert, was einen Zustand der Entspannung des ganzen Körpers zur Folge hat.

Um diese Übung weniger langweilig für Dein Kind zu gestalten, kannst Du im Internet Geschichten herunterladen und diese vorlesen. Die Übungen sind Teil der Geschichte und beschreiben, wann welches Körperteil an- und entspannt werden soll.

 

Tipp 3: Atem-Übungen

Sind wir im Stress oder unter Druck und unser Adrenalinpegel steigt an, atmen wir flacher. Anders als Babies, die kurz nach der Geburt korrekt und tief atmen, „vergessen“ wir das im Laufe des Heranwachsen und nutzen unser eigentlich vorhandenes Lungenvolumen nicht voll aus.

Durch das „kurze“ Atmen nehmen wir wenig Sauerstoff auf – was in der Konsequenz nicht nur zu Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Konzentrationsproblemen führt, sondern auch zu einer verstärkten Angst- und Stresswahrnehmung. Natürlich gilt dies auch für Kinder. Durch bestimmte Atemtechniken kann ihnen allerdings das korrekte Atmen wieder vermittelt werden.

Die Gorilla-Atmung hat ihren Ursprung im Yoga und dient dazu, den gesamten Körper mit Sauerstoff zu versorgen und damit den Blutdruck anzuregen. Dabei soll sich Dein Kind vorstellen, ein Gorilla zu sein, tief in den Bauch atmen und jeweils beim Ausatmen brüllen wie ein Gorilla, dazu trommelt es sich auf den Brustkorb. Die Übung ist gerade für Kinder mit einem geringeren Selbstvertrauen wertvoll.

Neben dieser recht bekannten Atemübung gibt es für Kinder natürlich noch zahlreiche andere Atemtechniken. Dazu zählt beispielsweise auch das Atmen wie ein Elefant, bei dem die imaginäre Gestalt eines Elefanten angenommen, tief durch die Nase eingeatmet wird und sich die Arme wie der Rüssel eines Elefanten heben. Dabei soll das Kind seinen Bauch bewusst anschwellen lassen, also in den Bauch atmen, und beim Ausatmen die Arme wieder senken.

 

Tipp 4: Bewegungsübung Bäumchen rüttle Dich und schüttle Dich

Diese Übung eignet sich für Kinder, die sich am besten mit Hilfe von Bewegung entspannen können. Ist Deine Tochter oder Dein Sohn also eher Typ „Zappelphilipp“, dann kann sie oder er damit besonders gut überschüssige Energie loswerden.

Dazu hüpft Dein Kind eine Minute locker auf der Stelle und schüttelt Schultern, Arme und Hände. Im Stehen werden anschließend die Schultern abwechselnd nach vorne und hinten gerollt. Dabei wird die gesamte Nackenpartie entspannt und gelockert. Dann soll es wieder für eine Minute hüpfen und sich schütteln.

Nun wird der Kopf von rechts nach links und umgekehrt gerollt, um zum Abschluss wieder eine Minute zu hüpfen und sich dabei zu schütteln und zu rütteln. Der Körper ist wieder entspannt, eventuell durch das Sitzen in der Schule hervorgerufene Verspannungen sind gelöst.

 

Tipp 5: Yoga für Kinder

Die Entspannungsübungen aus Indien erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – und das nicht nur bei Erwachsenen. Auch für Kinder sind die Übungen eine gute Möglichkeit, Entspannung zu „lernen“. Denn beim Yoga für Kinder geht es nicht darum, dem Kind zu lehren, wie es bestmöglich seinen Körper verbiegt, sondern es soll lernen, seinen Körper besser wahrzunehmen. Die Übungen sind nach Tieren benannt und dementsprechend ihren Bewegungen nachemfpunden – Spaß ist dabei garantiert.

Für sportliche Kinder ist Yoga außerdem ebenfalls eine tolle Möglichkeit, durch Bewegung „Dampf abzulassen“. Aber auch die ruhigeren Kinder finden beim Yoga zu innerer Gelassenheit und Ruhe. Yoga fördert außerdem die Konzentration und Koordination Deines Kindes – ein positiver Nebeneffekt für die Schule.

Die Muskeln werden beim Yoga gedehnt und gestreckt, Verspannungen gelöst. Die Übungen sollten aber in jedem Fall in einem Kurs erlernt werden, so dass eine korrekte Ausführung gewährleistet ist.

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