Dein Kind will nicht lesen? 6 Tipps, wie dein Kind zur Leseratte wird.

Wenn Sie diesen Blogbeitrag angeklickt haben, hat ihr Kind vermutlich keine Lust an Büchern. Wir können Sie beruhigen, damit sind Sie nicht allein. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie direkt die ganze Schulkarriere ad Acta legen müssen. Bücher können für viele eine Freude, für manche aber auch eine Tortur darstellen. Wenn der Nachwuchs einfach kein Buch in die Hand nehmen will, kann dies schnell zu einer Krise im Haushalt führen.

Lesen zu können bedeutet, unsere Welt über die Schrift verstehen zu lernen und sie im späteren Leben durch fortschreitende Bildung auch hinterfragen und verändern zu können. Wer dies nicht gut oder gar nicht kann, hat es oft schwer, an der Gesellschaft teilzunehmen. Aber aller Anfang kann schwer sein und wie bei allen Fähigkeiten ist Übung essentiell. Schnell entsteht die Sorge, das Kind könnte eine Leseschwäche oder ähnliches haben. Dies kann der Realität entsprechen, muss es aber nicht. Nicht alle Kinder finden den Weg in die Welt der Buchstaben allein und haben Freude daran sie zu entdecken, auch wenn sich das alle Eltern wünschen würden. Jedoch steckt nicht hinter jeder Unlust ein schwerwiegendes Problem. Der Schlüssel kann schon mit wenigen Schritten gefunden und gefördert werden.

Tipp #1
Gemeinsame Lesezeit als Ritual einführen

Kinder lieben es, ungeteilte Aufmerksamkeit von ihren Eltern zu erhalten. Nutzen Sie mit ihrem Kind am Tag oder Abend 15 bis 20 Minuten und Sie geben ihm nicht nur ein Gefühl von Aufmerksamkeit und Geborgenheit, sondern fördern die Konzentrationsfähigkeit und trainieren dabei das eigene und insbesondere das Sprachgefühl ihres Kindes. Als Ritual gestaltet, kann die gemeinsame Lesezeit eingekuschelt vor dem Zu Bett-Gehen stattfinden oder in einer Ruhezeit nach Schule und Betreuungszeit. Mit Kakao und Keksen kann der Nachwuchs zusätzlich angelockt werden. So wird die Lesezeit zu einer rund um positiven Erfahrung.

Tipp #2
Selbstvertrauen spielerisch fördern

Kinder, die schnell aufgeben, weil sie Neues aufgrund von Unsicherheit nicht angehen oder direkt verweigern, sind nicht selten. Viele Eltern sehen keinen Grund, warum der Nachwuchs ein geringes Selbstvertrauen haben sollte. Doch die Welt der Buchstaben kann für Kinder auch abschreckend wirken. Ratespiele rund um Anfangsbuchstaben von Gegenständen im Haushalt oder den Lebensmitteln beim Frühstück können da Abhilfe schaffen. Nutzen sie Buchstabenkarten, die bunt illustriert sind, um den visuellen Reiz zu erhöhen. Lassen Sie ihr Kind den Einkaufszettel schreiben und später beim Einkaufen selbst die Artikel heraussuchen. Fragen Sie nach, was auf den Artikeln geschrieben steht. Auch Verkehrsschilder und Plakate können im Alltag unbemerkt die Lesefähigkeit trainieren und auf diese Weise den kleinen ABC-Schützen beim Lernen unterstützen.

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Tipp #3
Kreativität und Fantasie anregen

Kinder greifen nur zu etwas was sie wirklich interessiert. Um ihre Fantasie und Kreativität anzuregen und Konzentration zu fördern, ist es wichtig, das richtige Buch parat zu haben. Ein Ausflug in einen großen Buchladen oder in eine Bibliothek macht nicht nur Spaß und ist interessant, er eröffnet auch den Blick auf die Vielfalt der Bücherwelt und macht Lust auf mehr. Schnell kann ein Bilderbuch ausgesucht und bei einem Kaffee für Mama und einem Keks fürs Kind noch im Buchladen angeschaut werden. Vielleicht wird eine ganz neue Buchreihe mit spannenden Detektiv-Geschichten oder Hexen und Feen-Abenteuern entdeckt, die die ganze Familie in den kommenden Wochen begleiten und zum Spielen und selbst durchlesen anregen. Wichtig bleibt die Vielfalt der Möglichkeiten zu erkennen, mit der Kinder angeregt werden können.

Wer nicht ganz dem Digitalen abgeneigt ist, kann mit dem Nachwuchs auch eigene Videos zum Thema Buchstaben drehen und diese auf Youtube hochladen und einen eigenen Kanal erstellen. Über das Drehen eines eigenen Videos wird sich nicht nur mit dem Thema auseinandergesetzt, Konzentration trainiert und spielerisch geübt – die Kinder erhalten eine Form der Anerkennung und Vorbildfunktion die ihr Selbstwertgefühl steigern kann, wenn sie im Internet anderen erklären, wie der Umgang mit den Buchstaben richtig geht.

Auch rund um das Thema Buch kann die Kreativität angeregt werden. Basteln Sie mit ihrem Kind selbst ein Buch, welches es mit Malereien und Geschichten füllen kann. Auch ein schönes Lesezeichen kann ein Weg sein, ebenso wie ein besonders schön eingebundenes Notizbuch oder ein neuer Stift.

Kinder messen sich auch gerne mit anderen oder treten gegen sich selbst an. Mit einer Punktetabelle, einem Leseprotokoll oder Smileys die für geleistete Lesezeit gegeben werden, können kleine Preise oder gemeinsame Unternehmungen gewonnen werden. Für 30 Punkte die in einer Woche erarbeitet wurden, könnte man zum Beispiel zusammen Eis essen oder in den Zoo gehen.

 

Tipp #4
Digitalisierung als Chance für Leselust nutzen

In Zeiten der Digitalisierung geht die Notwendigkeit des Lesens scheinbar unter, da anwenderfreundliche, sich selbst erklärende Screens dies angeblich kaum noch notwendig machen. Doch der Schein trügt. Sprache und die Fähigkeit die reale und die digitalisierte Welt für sich selbst zugänglich zu machen, ist und bleibt das grundlegende Medium unserer Gesellschaft. Die Digitalisierung macht Sprache umso wichtiger, und die Kompetenz des Lesens spielt dabei weiterhin eine grundlegende Rolle, allein um die Inhalte zu verstehen und später auch hinterfragen zu können.

Auch wenn die Bildschirmzeit am Tag auf 30 Minuten begrenzt sein sollte, können Tablets zum Lernen genutzt werden. Verschiedene Anbieter von Tablets bieten auch die Möglichkeit Alters, Zeit – und Spielbeschränkungen einzustellen. Ebenso können Lerninhalte festgelegt werden. Bücher und Lernspiele können somit auch über das geliebte Tablet abgerufen werden. Auf diese Weise verbindet sich die digitale Welt mit positivem Lerninhalt und fördert den Spaß am Lernen.

Tipp #5
Vorbild sein – Spaß an Büchern zeigen

Kinder orientieren sich an ihren Vorbildern und damit meist an ihren Eltern. Wenn die Eltern Spaß an Büchern haben und dies auch ihren Kindern vorleben und mitteilen, greift der Nachwuchs vermutlich schneller zu einem Buch, als wenn Smartphones und Fernsehen vorherrschen. Auch wenn Sie ihren Kindern von einem spannenden Buch erzählen und den Spaß dabei erwähnen, den es Ihnen bereitet, öffnet sich für die Kleinen eine neue spannende Welt, die es zu entdecken gilt.

 

Tipp #6
Loben, loben, loben

Der wichtigste Tipp von allem ist, Anerkennung und Lob zu verteilen. Kinder lieben es, gelobt zu werden. Es fördert ihr Selbstvertrauen, sie fühlen sich geliebt und es unterstützt sie dabei, Neues auszuprobieren. Sparen Sie nicht damit, im Gegenteil. Loben verhätschelt nicht, es stärkt das Selbstvertrauen. Auch wenn ein Satz oder ein Wort nicht gleich erfasst wurde, ist der Versuch, die Neugier auf das neue Wissen und der Spaß dabei, das was zählt und für ein Leben bleibt.

 

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