Kinder spielen in der Natur

Kinderfreundschaften – so findet mein Kind neue Schulfreunde!

Gerade in jungen Lebensjahren ist es für eine gesunde Entwicklung eines jeden Kindes wichtig, Freunde zu finden. Sich mit Gleichaltrigen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und seine Freizeit abwechslungsreich zu gestalten, gehört für viele junge Menschen zum Aufwachsen dazu.

Doch wie verhalten Eltern sich richtig, wenn es mit dem Schließen von Freundschaften des eigenen Kindes nicht so gut klappt? Der folgende Ratgeber gibt hilfreiche Tipps.

Kinderfreundschaften sind wichtig für die Förderung sozialer Kompetenzen

Freundschaften sind für Kinder die beste Möglichkeit, um soziale Kompetenzen ab den ersten Lebensjahren zu schulen und zu fördern. Freunde kommen dem eigenen Selbstvertrauen des Kindes zugute, verhindern Einsamkeit und tragen maßgeblich zu einer gesunden Entwicklung bei.

Denn: Im Gegensatz zum täglichen Umgang mit Eltern und anderen Erwachsenen begegnen Kindern Gleichaltrigen auf Augenhöhe und können somit gleich viel bestimmen. So hat zwar jedes Kind seine individuellen Wünsche, muss aber ebenso lernen, auf die Freunde einzugehen und Kompromisse zu schließen.

Freunde reagieren in jedem Alter auch sofort, wenn etwas ungerecht ist und achten von alleine darauf, dass gemeinschaftliche Regeln von allen Beteiligten eingehalten werden. Durch Freunde lernt jedes Kind, auch andere Meinungen anzunehmen und zu akzeptieren sowie an Diskussionen teilzunehmen.

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Kinderfreundschaften in verschiedenen Altersklassen


Kleinkinder

Kleinkinder können in ihrem frühen Entwicklungsstadium zwar noch nicht richtig mit Gleichaltrigen spielen, jedoch schätzen sie meist die Gesellschaft des anderen Kindes und spielen gerne neben ihm. Dennoch kann es schnell zu Streits kommen, obgleich sie sich sprachlich noch nicht gut mitteilen können.

Kommt es zu nicht unüblichen Handgreiflichkeiten beim Streit um ein beliebtes Spielzeug, müssen Eltern eingreifen und schlichten. Erst ab dem dritten Lebensjahr sind Kinder dazu in der Lage, eine engere soziale Bindung zu Gleichaltrigen aufzubauen.

Kindergartenkinder

Sobald Kleinkinder das Kindergartenalter erreichen, fällt es leicht, Freundschaften zu schließen – jeder, der potenziell sympathisch erscheint, wird als Freund bezeichnet. Es genügt, wenn man gut miteinander spielen kann und sich nicht streitet.

Häufig entstehen Freundschaften aufgrund gleicher Interesseren – wie zum Beispiel zwei Mädchen, die gerne mit Puppen spielen. In derart jungen Lebensjahren spielt das Geschlecht des besten Freundes kaum eine Rolle – genauso schnell wechseln “beste Freunde” aber auch wieder.

Veränderungen der Persönlichkeit geschehen schnell und oft streitet man um “mein” und “dein”. Doch genau diese Prozesse sind enorm wichtig, um die soziale Kompetenz eines Kindes zu fördern.

Grundschulkinder

In der Grundschule werden Kinder erstmals damit konfrontiert, sich innerhalb einer Gruppe zu behaupten und darin seinen Platz zu finden. Geheimnisse, Verrat, Neid, Spott, Loyalität – all diese Aspekte begegnen einem Schulkind Tag für Tag und es lernt manchmal langsamer und manchmal schwerer, damit umzugehen.

Es kann sein, dass neue Freundschaften schnell geschlossen werden, manche Kinder brauchen jedoch viel länger, um aus ihrem Schneckenhaus hervor zu kommen.

Insbesondere Mädchen fällt es häufig leicht, eine beste Freundin in der Schule zu finden, der man alles erzählen kann und mit der man seine Freizeit verbringt. Nicht selten wechseln “beste Freundinnen” jedoch schnell aufgrund Verrat oder Lügen – und schon nimmt eine andere Person den Platz ein.

Freundschaften zwischen Jungs sind dagegen etwas weniger eng, dafür aber meist langfristiger und interessenorientiert – wie zum Beispiel beim Fußball oder einer anderen Sportart.

Mädchen und Bub sind Schulfreunde

Wie Eltern ihren Kindern dabei helfen können, Schulfreunde zu finden

Sicherlich hat man als Mutter oder Vater konkrete Vorstellungen davon, wie die ideale beste Freundin oder der beste Kumpel des eigenen Kindes sein sollte. Manche Kinder haben eine derbe Ausdrucksweise oder benehmen sich rabiat, während andere durch gute Manieren und Fleiß punkten.

Dennoch sollten Eltern nicht vorschnell urteilen. Es ist wichtig, neue Freunde des eigenen Kindes möglichst unvoreingenommen zu betrachten und zu prüfen, was das Kind an dem Freund gerne mag. Ist es vielleicht gerade der Ideenreichrum und die Kreativität des Kameraden, welcher ein eher schüchternes Kind inspiriert?

Es kann jedoch auch sein, dass gerade der freundliche Nachbarsjunge, der immer nett grüßt und höflich ist, viel zu zurückhaltend als Freund für den eigenen Sohn ist, weil er beim Spielen nicht wirklich aus sich herauskommen könnte.

Auch wenn man es gerne würde, als Elternteil sollte man sich nicht einmischen, wenn sich Kinder ihre Freunde selbst aussuchen. Eltern können tatsächlich nicht immer am besten beurteilen, welche Freunde die richtigen für ein Kind sind.

So lange es keine deutlichen Alarmzeichen – wie Gewalt, Drogen oder Kriminalität – gibt, sollte es die Entscheidung des Sprösslings sein, mit wem er seine Freizeit verbringen möchte. Keine Sorge, Kinder distanzieren sich selbst von Personen, die sie unglücklich machen – das können sie häufig sogar viel besser als Erwachsene.

Eltern sollten jedoch stets ein offenes Ohr für ihre Kinder haben und versuchen, den neuen Freund selbst kennenzulernen. Ein gemeinsames Mittagessen oder andere gemeinsame Aktivitäten können dabei helfen, selbst eine Verbindung zur fremden Person aufzubauen und natürlich auch durchaus Vorurteilen abbauen.

Wenn das Kind Probleme hat, Freunde zu finden

Nicht alle Kinder sind so selbstbewusst, sofort auf neue Leute zuzugehen und eine Menge Freundschaften in der Schule zu finden. Jedes Kind muss für sich selbst herausfinden, wie es Kontakt zu anderen Kindern aufnimmt.

Manche sprechen Gleichaltrige sofort an, andere beobachten erst einmal neue Leute aus einer sicheren Entfernung heraus und trauen sich dann erst nach und nach, mit ihnen zu kommunizieren. Hier sollte man als Elternteil nicht sofort beunruhigt sein oder eingreifen wollen.

Gut gemeinte Ratschläge wie “Geh doch mal zu ihm hin und frag, ob er mit dir spielen möchte” können sogar kontraproduktiv sein. Denn damit macht man seinem Kind erst deutlich, dass seine Art der Kontaktaufnahme scheinbar falsch ist – und das kommt seinem Selbstbewusstsein überhaupt nicht zugute.

Dazu kommt: Sehr schüchterne Kinder sollten nicht mit einer ganzen Gruppe anderer Kinder überfordert werden. Sportvereine mit großen Gruppen machen schüchternen Personen eher Angst – das ist auch bei Erwachsenen manchmal der Fall.

Zwingen Sie Ihr Kind also nicht, sich unbedingt mit vielen Gleichaltrigen abgeben zu müssen. Besser kann es sein, wenn Kinder erst einmal mit nur einem anderen Kind zusammenkommen – das können ein gemeinsames Hobby oder auch einfach ein Nachmittag zum Spielen sein.

Wenn das eigene Kind überhaupt kein Interesse an Gleichaltrigen zeigt und lieber alleine spielen möchte, ist dies für viele Eltern beunruhigend und traurig anzusehen – dennoch sollte man dem Kind selbst die Wahl lassen.

Sieht man, es ist glücklich mit seinen eigenen Hobbys und kommt selbst zurecht, wäre es falsch, es zu sozialen Kontakten zu zwingen. Es kann auch sein, dass das Kind reifer als andere in seinem Alter ist und eher mit älteren Kindern auskommt – oder umgekehrt.

Deshalb ist es wichtig für Eltern, das Verhalten genau zu beobachten und den Kontakt mit anderen Kindern über andere Eltern herzustellen – mehr aber auch nicht.

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