Kind greift sich auf den Kopf

Lernfrust überwinden – 5 kinderleichte Tricks

So individuell jedes Kind, so unterschiedlich können die Gründe sein, wieso es mit dem Lernen nicht so richtig klappen mag. Vielleicht seid ihr beide schon ein wenig verzweifelt, weil das Pauken keine Freude macht und die Leistungen in der Schule nicht ausreichen.

Zuallererst: Bleibt gelassen, denn auch das Lernen will gelernt sein. Oft reicht ein neuer Blickwinkel oder eine ungewöhnliche Idee aus, um die Situation für dein Kind angenehmer zu machen. Und wenn sich die ersten Erfolgserlebnisse eingestellt haben und der Kreislauf durchbrochen ist, ist das Büffeln plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Wir haben einige Tipps für den Weg dorthin zusammengestellt.

Das Lernen mit etwas Angenehmem verbinden

Oft ist die Ablehnung gegen das Pauken nicht mehr ganz so groß, wenn es sich für dein Kind abwechslungsreicher gestaltet und vielleicht auch ein wenig Spaß macht. Schon klar, dass Vokabeln büffeln selten zu den Lieblingsbeschäftigungen zählen wird.

Aber sogar trockener Stoff ist leichter zu schlucken, wenn dein Kind in einer für ihn angenehmen Atmosphäre lernt und nicht am Boden im unaufgeräumten Zimmer.

Stelle Snacks für dein Kind bereit, damit es immer wieder kleine Pausen machen kann und das Gehirn auch bei langen Lernsessions gut mit Nährstoffen, Zucker und Flüssigkeit versorgt ist. Vorsicht ist nur bei sehr süßen Leckereien geboten, die gerade bei aktiven Kindern den Bewegungsdrang unerträglich machen können.

Vielleicht kannst du auch unkonventionelle Wege finden, deinem Kind ein bestimmtes Schulfach näher zu bringen. Eine Schwäche in Englisch lässt sich zum Beispiel mit englischen Filmen ausgleichen, die man sich gemeinsam mit dem Kind ansieht – natürlich mit Untertiteln, damit auch wirklich alle mitkommen.

Probleme mit der Rechtschreibung kann häufiges Lesen ausgleichen. Bei der aktuell riesigen Auswahl an Kinder- und Jugendliteratur ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und wenn dein Kind keine Bücher lesen mag, sind auch Zeitschriften oder Comics ein Anfang.

Bei großem Desinteresse für Naturwissenschaften kann vielleicht ein gemeinsamer Museumsbesuch in einem Naturkunde- oder einem technischen Museum trockene Themen näher bringen. Und sogar die Mathematik kann man sich spielerisch aneignen – kleinere Kinder mit Brett- oder Kartenspielen, größere dann am Computer. Und wenn dein Kind sich neues Wissen angeeignet hat, kann es auch in der Schule mit mehr Selbstbewusstsein auftreten!

Kenne dein eigenes Kind!

Rein psychologisch besehen lernt jeder Mensch unter anderen Umständen gut und effizient. Vielleicht hast du schon davon gehört, dass es unterschiedliche „Lerntypen“ gibt: Manchen hilft es, den Stoff laut vorzulesen und sich das Gehörte einzuprägen. Andere müssen alles, was sie gelernt haben, noch einmal aufschreiben, sonst bleibt gar nichts hängen.

Besonders Kinder tun sich oft leichter, wenn der Stoff gut visuell aufbereitet ist, angefangen von farbigen Textmarkierungen bis hin Mindmaps, Zeichnungen oder Plakaten. Du weißt besser als jeder andere, was dein Kind gut kann und worauf es anspricht. Ist es eine Quasselstrippe, oder eher ein ruhiger, kreativer Typ?

Auch wenn es zeitaufwendig ist: Zeige deinem Kind, wie viele verschiedenen Möglichkeiten es beim Lernen hat und lass es ausprobieren, womit es am besten zurechtkommt. Wenn du einen kleinen Zappelphilipp zu Hause hast, kann es helfen, das Büffeln mit Bewegung zu verbinden.

Vielleicht will dein Kind beim Pauken auf und ab gehen, auf einem Gymnastikball turnen oder sich hüpfend den Stoff einprägen. Solange die Bewegung nicht zu sehr ablenkt, hilft sie den Gehirnhälften, sich zu vernetzen und unterstützt so das Gedächtnis – bis hin zum Kopfstand ist alles erlaubt, was hilft.

Das Lernpensum aufteilen

Gerade wenn dein Kind ein bestimmtes Fach nicht mag und sehr viel Lernstoff durcharbeiten muss, kann das Pensum erdrückend wirken. Plane frühzeitig und gemeinsam mit deinem Kind, wie viel Stoff es pro Tag pauken sollte, um am Ende bequem mit allem fertig zu werden.

Die Stoffportionen sollten eher zu klein als zu groß sein – umso größer ist nämlich das Erfolgserlebnis, wenn dein Kind an einem Tag mehr schafft, als geplant. Psychologisch wirken viele kleine Erfolge fast so aufbauend wie ein großer.

Wenn dein Kind von Tag zu Tag merkt, dass es mit dem Stoff zurechtkommt, wächst langsam auch das Selbstbewusstsein. Wenn dann der Test vor der Tür steht, weiß dein Kind, dass es sich in den letzten Tagen und Wochen stetig verbessert hat, und kann ein wenig gelassener auf die Herausforderung zugehen.

Kinder liegen am Boden

Die Eigenverantwortung stärken

Je älter dein Kind wird, desto weniger wird es mögen, wenn du ihm zu viel auf die Finger schaust. Es mag schwer zu akzeptieren sein, dass dein Kind zunehmend selbst für seine Erfolge und Misserfolge zuständig ist. Ein Erfolg, den man sich selbst erarbeitet hat, ist aber viel besser fürs Selbstbewusstsein als seiner, für den Mama und Papa gekämpft haben.

Du kannst anfangs noch dabeisitzen, wenn dein Kind lernt. Dann ziehe dich langsam zurück und stehe nur mehr für wichtige Fragen zur Verfügung. Du merkst von selbst, ob dein Kind mit dem größeren Freiraum gut umgehen kann oder nicht. Vielleicht reicht es aus, dein Kind am Ende einmal abzufragen.

Dann hast du auch selbst die Gewissheit, dass beim Pauken wirklich etwas weitergegangen ist. Grundsätzlich ist es aber am besten, wenn dein Kind nach und nach lernt, sich selbst gut einzuschätzen und eigene Lernmethoden entwickelt.

Andere Personen ins Boot holen

Wenn du den Eindruck hast, dein Kind braucht bei seinen Hausaufgaben oder bei der Vorbereitung auf Tests und Schularbeiten Unterstützung, achte gut darauf, wer mit deinem Kind lernt. Wenn dein Kind langsam in die Pubertät kommt oder beim gemeinsamen Pauken oft trotzt, bist du vielleicht nicht mehr die richtige Person, um es zu unterstützen.

Ab einem gewissen Alter arbeiten Kinder gerne mit Gleichaltrigen. Sicher gibt es in der Schule deines Kindes Mitschüler oder Mitschülerinnen, die auch fleißig büffeln müssen und sich dabei nicht so leicht tun. Schließe dich mit anderen Eltern kurz, ob eure Kinder vielleicht gemeinsam pauken wollen und dabei immer von einem von euch beaufsichtigt werden.

Bei solchen Lerngruppen ist das Geschnatter natürlich groß und es wird immer Gesprächsthemen geben, die gerade wichtiger sind als der Stoff. Andererseits können sich Kinder gut gegenseitig motivieren. Wenn dein Kind sieht, dass ein Freund oder eine Freundin den Stoff ein wenig besser beherrscht, lässt es sich von ihm oder ihr sicher auch etwas erklären.

Eventuell gibt es in deinem Verwandten- oder Bekanntenkreis aber auch eine erwachsene Person, die sich mit dem gefragten Stoff gut auskennt und bereit wäre, hin und wieder mit deinem Kind zu arbeiten. Wichtig ist, dass es oft einfach mehr Spaß macht, wenn man nicht alleine pauken muss. Wenn dein Kind seinen „Lernbuddy“ gerne mag, ist das die beste Voraussetzung. Und du kannst dich in der Zwischenzeit ein wenig erholen!

 

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