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Mehr Selbstvertrauen für dein Kind – 5 geniale Tipps!

Eltern wollen das Beste für ihr Kind. Und damit es gut durchs Leben kommt, gehört Selbstvertrauen zu einer der wichtigsten Eigenschaften, die Kinder entwickeln sollen.

Ja, entwickeln! Es gibt sie, die Kinder, die schon mit einer satten Portion Selbstbewusstsein in den ersten Jahren durch die Welt gekrabbelt sind. So, wie alle Menschen unterschiedlich sind, ist auch die Neigung zum Vertrauen in die eigene Person unterschiedlich ausgeprägt.

Manche haben viel Vertrauen in sich selbst, ohne dass man dies gesondert gefördert hatte. Andere Kinder dagegen haben nur wenig Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Gut zu wissen, dass wir als Eltern Selbstvertrauen aber gezielt aufbauen können!

Warum ist Selbstvertrauen so wichtig?

Kinder und Jugendliche sind dann am glücklichsten, wenn sie sich sicher und angenommen fühlen. Wenn sie sich als selbstwirksam erleben und wissen, dass für jedes Problem auch eine Lösung gefunden werden kann. Nicht immer ist das Leben einfach.

Das müssen auch schon Kinder und Jugendliche erfahren. Auch, wenn es rein materiell betrachtet noch keiner Generation so gut ging wie den jetzigen jungen Erwachsenen, so erleben diese dennoch Herausforderungen, an denen man scheitern oder wachsen kann. Freundschaften und die dazugehörigen Reibereien können auch schon jungen Kindern sehr zusetzen.

Nach der Einschulung ist es nicht selten der Schulstress, der Kindern mit wenig Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten jeden Mut zu rauben scheint. Und hat erst einmal die Pubertät Einzug gehalten, so spielt das Aussehen und die Frage, wie gut man bei anderen ankommt, zumindest phasenweise eine große Rolle. Scheinbare Nichtigkeiten, betrachtet aus unserer Elternsicht, können Kinder und Jugendliche dann aus der Bahn werfen.

Was in schwierigen Zeiten hilft, ist eine gute Beziehung zu den Eltern und anderen Bezugspersonen. Probleme ertragen sich leichter, wenn man weiß: Da ist jemand, auf den ich immer zählen kann.

Der immer zu mir hält, auch, wenn ich vielleicht gerade ziemlichen Unsinn gebaut habe. Der an mich glaubt, der mir hilft, Lösungswege zu erkennen und zu beschreiten. Ein gutes, soziales Netz, was auffängt und trägt, ist wichtig.

Die Eltern sind gefragt

Eltern dürfen und sollen Kinder und Jugendliche bei Problemen unterstützen. Kein Kind dieser Welt wächst gut heran, wenn man ihm immer signalisiert, es müsse Probleme alleine lösen.

Eine solche Erziehung zur vermeintlichen Selbstständigkeit kann negative Folgen haben und das Vertrauen des Kindes zu seinen engsten Bezugspersonen nachhaltig Schwächen. Und dennoch müssen auch die liebevollsten Eltern dieser Welt erkennen, dass man nicht alle Probleme der Kinder lösen kann.

Nicht jede Traurigkeit kann man ihnen abnehmen, nicht für jede Schwierigkeit sofort alleine Lösung herbeizaubern. Auch, wenn es uns schwerfällt zu akzeptieren, dass wir unserem Nachwuchs nicht jedes Leid abnehmen können: Es macht auch entwicklungspsychologisch wenig Sinn, Kindern und Jugendlichen jedes Problem sofort aus dem Weg zu räumen. Auch Kinder wachsen an ihren Aufgaben – wenn wir sie lassen, mit liebevoller Begleitung im Hintergrund.

Um Probleme zu meistern und gestärkt aus Krisen hervorzugehen, braucht es vor allem eines: Mut und Vertrauen in die eigene Persönlichkeit, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Es mag für viele Kinder und Jugendliche erst einmal der einfachere Weg zu sein, die Eltern vorzuschicken und zu hoffen, dass die schon für jedes Problem eine Lösung haben werden. Dennoch erleben sie sich so nie als selbstwirksam.

Sie lernen nicht, dass sie durchaus in der Lage wären, über ein Problem nachzudenken, negative Gefühle auch einmal auszuhalten, Lösungen zu finden und so auch mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Vertrauen in sich selbst ist aber eine der wichtigsten Eigenschaften im Leben. Nur, wer weiß, dass er etwas schaffen kann, dass er sich auch schwierige Dinge zutrauen kann, der kann den Alltag gut meistern.

Vielen Eltern ist all das durchaus bewusst. Umso besorgter sind sie, wenn sie ihre Kinder als wenig selbstbewusst erleben. Sie wünschen sich mehr Mut für ihren Nachwuchs, weniger Schüchternheit und wollen das Vertrauen in das eigene Können fördern. Wir verraten, wie ihr mit 5 einfachen Tricks das Vertrauen eurer Kinder in die eigenen Fähigkeiten und Stärken gezielt aufbauen könnt.

Tipp 1: Dem Kind Zeit geben

Ein altes Sprichwort besagt, dass da Gras auch nicht schneller wächst, wenn man daran zieht. Dies kann man sehr gut auf den Alltag vieler Kinder und Jugendlicher übertragen. Natürlich wollen wir alle, dass der Nachwuchs gut in der Schule zurecht kommt.

Wir wünschen unseren Kindern, dass sie schnell gute Freunde finden und den eigenen Standpunkt in Diskussionen vertreten können. Alle diese Eigenschaften sind wichtig – sie aufzubauen, kostet aber Zeit.

Je nach Naturell des Kindes auch viel Zeit. Eltern, die hier ungeduldig werden, dem Kind immer wieder die Rückmeldung geben, es sei zu zögerlich, es müsse mutiger sein, verunsichern ihr Kind. Nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Reife entwickelt sich im eigenen Tempo.

Dieses können wir nicht in dem Ausmaße beeinflussen, wie Eltern das manchmal gerne tun würden. Wer seinem Kind die notwendige Zeit gibt, erreicht auf Dauer gesehen mehr als Eltern, die in vielleicht besten Absichten den Nachwuchs ständig überfordern und damit verunsichern.

Tipp 2: Nicht überbehüten!

Extreme sind in der Kindererziehung nie sinnvoll. Verwahrlosung darf kein Thema sein, eine permanente Überbehütung von Kindern und Jugendlichen ist aber ebensowenig sinnvoll.

Überbehüten meint den ständigen Versuch, den Kindern alle Probleme aus dem Weg zu räumen und ständig um sie zu kreisen, aus Angst, ein Leid könne ihnen geschehen. Natürlich ist es die elterliche Liebe und der Wunsch, dass es den eigenen Kindern so gut wie nur irgendwie möglich geht, der aus solchem elterlichen Verhalten spricht.

Kinder, die aber nie gelernt haben, machbare Aufgaben auch zu schaffen und sich selbst einmal etwas zuzutrauen, können kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln.

Woher sollen sie dies lernen, wenn es immer die Eltern sind, die alles, wozu man Kraft und Überwindung braucht, sofort für sie erledigen? Vielmehr gilt es, den Kindern individuell leitbare Aufgaben zuzutrauen, sie auch mal machen zu lassen- Fehler inklusive.

Der Erstklässler kann sicher auch einmal alleine beim Bäcker die Brötchen kaufen, Schulkinder generell sollten Wege, die in Punkto Sicherheit kein Risiko darstellen, auch alleine zurücklegen dürfen. Kinder, die merken, dass man ihnen etwas zutraut, gehen anders an Aufgaben heran und entwicklen nach und nach mehr Vertrauen in sich selbst.

 

Tipp 3: Schulstress, lass nach!

Viele Kinder und Jugendliche benennen die Schule als einen Hauptfaktor für Stress und wenig Selbstbewusstsein. Gerade diejenigen, die viele Misserfolge einstecken müssen und glauben, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein, durchleben oft harte Jahre in der Schule.

Hier sollen Eltern durchaus gezielt unterstützen. Vielleicht macht zum Beispiel professionelle Nachhilfe Sinn, um Lücken zu schließen und mit guten Noten das Selbstbewusstsein und Konzentration wieder aufzubauen.

Wichtig ist aber auch, keine unrealistischen Erwartungen zu stellen und Leistungen einzufordern, die das Kind individuell in seiner jetzigen Phase der Entwicklung nicht bringen kann. Eltern können irgendwann meist nicht mehr jedes Problem in der Schule lösen und müssen vielleicht auch einmal lernen, mit Misserfolgen umzugehen.

Für das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen in sich selbst ist eine Familie wichtig, die signalisiert, dass man bedingungslos geliebt wird und die Schulleistungen nicht den Wert der Person ausmachen.

 

 

Tipp 4: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten spielerisch fördern

Bevor mangelndes Selbstbewusstsein in der Schule vielleicht zum Problem wird, kann das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten schon zur Kindergartenzeit aufgebaut werden.

Eltern, die hier Zeit investieren, um liebevoll zugewandt mit ihrem Kind zu spielen, seine Fragen zu beantworten und die Herausforderungen des Kinderalltags begleiten, werden meist mit selbstbewussten Jugendlichen belohnt.

Mutig sein kann man durchaus im Alltag üben! Viel altersgerechter Sport ohne Leistungsdruck , der körperlich fördert und fordert, kann zum Beispiel mutiges, selbstbewusstes Verhalten fördern. Auch kindgerechte Hobbys können sinnvoll sein, um den Horizont des Kindes regelmäßig zu erweitern und ihm neue, machbare Herausforderung zu geben.

Tipp 5: Loben tut gut!

Natürlich stellen Kinder und Jugendliche so einiges an , wo Eltern klar Stellung beziehen und vielleicht auch mal Kritik üben müssen. Dies ist auch dringend notwendig, denn nur so können die Erwachsenen von morgen wissen, was von ihnen erwartet wird und ein angemessenes Sozialverhalten erlernen.

Problematisch wird es aber, wenn Tadeln und negative Äußerungen den Alltag in der Familie bestimmen. Vielmehr sollten anerkennende , lobende Worte an Kinder und Jugendliche gerichtet werden und den Großteil der Kommunikation ausmachen. Ehrliches, authentisches Loh ist dabei natürlich entscheidend.

Achtet mehr darauf, was die Kinder schon alles können – das ist wichtiger als das, was noch gelernt werden muss und gelernt werden wird. Lobende Worte für eine geschaffte Aufgabe oder einfach auch für den Versuch, sich einer Herausforderung mit Konzentration zu stellen, verhelfen dem Kind zu mehr Selbstbewusstsein.

Nicht nur das Ergebnis, auch der Weg dahin darf gelobt werden. Lob vermittelt dem Kind, dass seine Bemühungen gesehen werden und dass es schon sehr viel alleine schaffen kann. Lob verdeutlicht, dass sich jeden Tag neue Fähigkeiten entwickeln, im ganz individuellen Tempo, und dass das Kind gut so ist, wie es ist.

Das wiederum schafft Vertrauen in sich selbst: Ich bin etwas, ich kann etwas und ich werde an meinen Aufgaben wachsen.

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