richtig vorbereiten Elternsprechtag

Vorbereitung auf den Elternsprechtag – 5 Tipps

Mindestens zweimal im Jahr finden sie statt. Meist nur ein paar Wochen vor dem nächsten Zeugnis: die Elternsprechtage. Ihr als Eltern dürft Euch in Listen eintragen und den Klassenlehrer sowie die einzelnen Fachlehrer für ein kurzes, meist auf fünfzehn Minuten begrenztes Gespräch in der Schule besuchen.

Da sind gute Vorbereitung und Konzentration gefragt, wenn Ihr wirklich etwas erreichen und die Zeit nutzen wollt.

Manche Eltern kommen begeistert in die Schule und nutzen die Gespräche, um von ihren Kindern zu schwärmen, andere sehen die Lehrer lieber aus der Ferne. Du kennst das von Elternversammlungen. Sinnvoll sind beide Haltungen nicht.

Der Elternsprechtag ist eine Chance, sich rechtzeitig über Bildungsstand und Sozialverhalten des eigenen Sprösslings zu informieren. Genau so solltest du ihn nutzen, um dich gemeinsam mit den Lehrern, über die Leistungen deines Kindes zu verständigen und Lösungen zu finden.

 

Tipp 1: Überblick verschaffen

Kleine Kinder sind süß. Sie lassen sich bei den Hausaufgaben helfen, erzählen alles, was so in der Schule passiert. Du als Mutter bist immer bestens im Bilde über Klassenkameraden, Lehrer und das Treiben auf dem Schulhof. Ältere Kinder sind etwas anders.

Sie nehmen Hilfe bei den Hausaufgaben oft nur noch bedingt an, schweigen in der Pubertät viel, bekommen plötzlich kaum noch Zensuren oder können sich absolut nicht an die letzte Klassenarbeit erinnern. Sie erzählen alles mögliche, nur nicht, was wirklich in der Schule vor sich geht.

Bei Variante 1 ist der Besuch des Termins mit dem Lehrer fast schon fakultativ. Auch wenn nichts vorliegt, sich dein Kind prächtig entwickelt, lass dir einen Termin geben und halte kurz Rücksprache. Betreibe alle halbe Jahre bewusst Prävention und frage einmal persönlich während des Elterngesprächs nach Herausforderungen und Entwicklungstendenzen.

Bei Variante 2 ist der Termin Pflicht und muss sehr gut vorbereitet werden. Sammele noch einmal alle erreichbaren Informationen, versuch dir einen Überblick zu verschaffen, wo es womöglich Leistungsdefizite oder Herausforderungen im Sozialverhalten gibt. Such das Gespräch mit Sohn oder Tochter, doch veranstalte kein Tribunal.

Frag dein Kind ruhig, ob es Dinge gibt, die du bei den einzelnen Lehrern ansprechen sollst. Vermittele deinem Kind deine eigene positive Herangehensweise an den Termin und die schulischen Aufgaben an sich.

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Tipp 2: Fragen und Ziele schriftlich formulieren

Wie jeden wichtigen Termin solltest du auch das Treffen mit den einzelnen Fachlehrern gut und sorgfältig vorbereiten. Sortiere im Geist alles, was dir dein Kind mitgeteilt hat und was dir aufgefallen ist. Mach dir Notizen.

Wie bei jedem Meeting, bei dem die Zeit knapp ist, sortierst du und formulierst Fragen zu den Punkten, die dich interessieren. Der Termin ist eine Chance, um Bilanz zu ziehen, auf das Erreichte stolz zu sein und Unzulängliches anzugehen. Jede Form von Druck, Schuldzuweisung oder Vorverurteilung ist hier fehl am Platze.

In Schule und Elternhaus verhalten sich Kinder und Jugendliche oft völlig anders. Zu Hause mag dein Kind nicht lesen, in der Schule liest es perfekt. Du siehst deinen Ältesten nie lernen, auf Nachfragen reagiert er gereizt, in der Schule glänzt der Teenager mit Vorträgen und bei Gruppenarbeiten.

Das Leben mit Kindern verläuft nicht wie im Bilderbuch. Lernen ist keine Einbahnstraße, die durchlaufen wird. Wachsen ist ein komplexer Prozess, an dem viele Faktoren und Menschen beteiligt sind. Schnell werden Ängste als Dogma formuliert und führen zu selbsterfüllenden Prophezeiungen.

Du solltest so sachlich wie möglich an schulische Themen herangehen und immer versuchen, die Zusammenhänge zu erkennen. Dein Sohn kommt in Mathe nicht mehr mit? Woran liegt es? Wann hat es angefangen? Welche Schritte fehlen ihm? Schon hast du einen Lösungsansatz und kannst deinen Großen zusammen mit dem Mathelehrer da abholen, wo er steht.

 

 

Tipp 3: Konzentration & Effizienz im Gespräch

Weil das Heranwachsen und das individuelle Lernen so komplexe und vielfältige Prozesse sind, fällt es schwer, ein zehn- bis fünfzehnminütiges Gespräch fokussiert zu führen. Vielleicht ist der Aspekt ja auch noch wichtig? Oder der Lehrer sollte noch jenes wissen? Du kennst das aus dem Berufs- und Vereinsleben: Viele Dinge lassen sich sehr kurz und präzise benennen, wenn man weiß, was man möchte.

Das ist in der Pädagogik nicht immer einfach. Vor allem, weil es nicht sinnvoll ist, wenn du dich von vornherein in deinen Positionen verhärtest. Es geht bei Beratungsgesprächen nicht um die Verteidigung des eigenen Lagers oder das Benennen von Schuldigen.

Vielleicht stimmen deine Annahmen ja gar nicht? Genau deshalb sprecht ihr ja miteinander. Formuliere deine Haltungen darum schriftlich als Fragen und nimm auch innerlich die fragende Position ein. Mehr als 5 Punkte solltest du nicht notieren. Dann kann das Gespräch ergebnisorientiert verlaufen und du hast die Zeit mit dem Lehrer gut genutzt.

 

Tipp 4: Positive Gesprächsatmosphäre schaffen

Wenn du dich gedanklich und mental auf das Treffen mit dem Lehrer vorbereitest, fokussiere dich auf eine sachliche konstruktive Ebene und führe das Gespräch wertschätzend. Niemandem ist mit einem Eklat gedient. Dein Kind kann sich seine Lehrer nicht aussuchen.

Umgekehrt gilt das Gleiche. Wenn dein Kind Schwierigkeiten in Mathe hat, muss das nicht am Lehrer liegen. Vielleicht fehlen deinem Nachwuchs die richtigen Impulse. Darum kannst du dich außerhalb der Schule kümmern. Für Kinder, die sich im Unterricht langweilen, gibt es tolle naturwissenschaftliche Angebote. Vielleicht sind auch Lücken aufgetreten, die mit Nachhilfe zügig geschlossen werden können.

Um das Gespräch positiv zu gestalten, solltest du auf den Rahmen achten. Sind mehrere Termine bei verschiedenen Fachlehrern geplant, lege dir diese nicht zu eng. Oft verschieben sich die Zeiten und dann gerätst du unter Druck oder kommst zu spät. Lass dir selbst genügend Zeit, um den Raum zu erreichen und deine Notizen noch einmal zu überfliegen. Schalte dein Handy während des Termins aus.

Kleider machen Leute. Zieh etwas an, in dem du dich wohlfühlst, aber erscheine nicht overdressed. Wenn du unsicher bist, komm zusammen mit dem Vater oder nimm deine beste Freundin mit. Je freundlicher und sachlicher du eingestellt bist, desto effizienter wird das Gespräch laufen.

 

Tipp 5: Keine Aufregung im Vorfeld

Panikaktionen sind generell nicht sinnvoll. Jeder weiß, wie viel Familien heute leisten, was Mütter neben der Erziehung mit Haushalt und Beruf schaffen. Du musst nichts beweisen und stehst auch nicht unter Beschuss. Wenn du das Gefühl haben solltest, kannst du das Thema kurz offen ansprechen.

Bedenke aber auch, dass es immer besser ist, sich an Fakten zu orientieren als emotionale Vermutungen anzustellen. Es ist irrelevant, ob ein Lehrer dich persönlich mag. Er muss jedoch professionell und objektiv im Sinne seiner Schüler agieren und dir mit Respekt begegnen.

Es kann sein, dass du gerade bei älteren Kindern einen falschen Eindruck vom Sozial- und Leistungsverhalten hast. Hier wird der Lehrer Auskunft geben und dies auch anhand von Noten und Klassenarbeiten belegen. Wenn dein vierzehnjähriger Sohn keine Hausaufgaben in der Schule vorweist, liegt das nicht an dir, sofern dein Kind ein Zimmer und einen Schreibtisch hat.

Rechtzeitig handeln

Du kannst neben Arbeit und Haushalt nicht jeden Schritt kontrollieren. Lehrer wissen das. Gemeinsam können Vereinbarungen getroffen werden, die Hausaufgaben für den Jugendlichen attraktiv machen. Frage nach Erfahrungen, Ideen und Methoden, mit denen du dein Kind unterstützen kannst.

Präventiv solltest du keinesfalls agieren. Nachhilfe ist immer eine Option und kann temporär oder dauerhaft unterstützen. Dazu ist es sinnvoll, den Lerntyp einzuschätzen. Vielleicht begreift dein Kind mathematische Zusammenhänge eher in der praktischen Umsetzung. Die nächste Renovierung steht bestimmt irgendwo im Bekanntenkreis an und dein Sohn kann helfen, Tapetenbahnen und Farbmengen zu berechnen.

Wenn der Termin von der Schule bekanntgegeben wird, kümmere dich rasch um deine Gesprächszeiten bei allen Fachlehrern, die für euch wichtig sind. Fang beizeiten mit deinen Notizen an und nimm sie zum Elternsprechtag mit in die Schule. Gut organisiert kannst du dann erfolgreiche, informative Gespräche führen, die dein Kind weiterbringen.

 

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